aDampfzugfahrten auf der Heidekrautbahn!
Museumszug der Berliner Eisenbahnfreunde

Berliner Eisenbahnfreunde e.V.

Fahrt Frei!

Heidekrautbahnmuseum

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Heidekrautbahn

Die Stammstrecke zwischen Berlin und Basdorf

Seit 1997 führen die Berliner Eisenbahnfreunde regelmäßig ihren Museumsbahnbetrieb in den Sommermonaten auf der Stammstrecke der Heidekrautbahn zwischen Berlin-Wilhelmsruher Damm und Basdorf durch. Zur Zeit sind die Museumszüge die einzigen Personenzüge, die auf diesem Abschnitt der Heidekrautbahn verkehren.

Nachfolgend eine Beschreibung einer Fahrt zwischen Berlin-Wilhelmsruher Damm und Bf. Basdorf:

Unsere Reise auf der Heidekrautbahn können wir heute vor dem Werktor der Fa. Stadler ( ehemals Bergmann-Borsig ) beginnen.

 In der Kehre bei Fa. Stadler Gelegentlich wird die Kehranlage auf dem Gelände der Fa. Stadler von den Berliner Eisenbahnfreunden zum Umsetzen der Lokomotiven genutzt.

In Fahrtrichtung links gesehen befindet sich der Bezirk Reinickendorf mit dem Märkischen Viertel, dagegen liegen die Gleise bereits im Bezirk Pankow. Bis zur Wende befand sich der Schienenstrang direkt im Bereich des Grenzstreifens.

Hp. Berlin-Wilhelmsruner Damm Nach wenigen hundert Metern erreichen wir den vom BEF eingerichteten provisorischen Haltepunkt Wilhelmsruher Damm, von wo aus die Museumsbahnfahrten beginnen.

Der ursprüngliche Bahnhof Rosenthal befand sich nördlich der Qickborner Straße. Aufgrund seiner Lage im Grenzgebiet wurde der Haltepunkt nach 1961 abgerissen und eingeebnet. Heute erinnern keine Relikte mehr an diesen Haltepunkt.

Vielleicht erkennen Sie bei der Vorbeifahrt links den restlichen Klinkersteinpfeiler der abgetragenen Eisenbahnbrücke der Industriebahn Tegel - Friedrichsfelde, die in diesem Abschnitt 1908 in Betrieb genommen wurde. Aus westlicher Richtung bestand eine Verbindungsschleife zum Bf. Rosenthal.

Unser Zug passiert den ehemaligen Kolonnenweg der früheren Grenzanlagen, heute ein Wanderweg inmitten von Feldern.

Vor Blankenfelde Zur rechten Hand beginnen die Ausläufer des Ortsteils Blankenfelde, der Berg links (85m üNN), ist der Freizeitpark Lübars. Er wurde in den 70er Jahren durch eine zugeschüttete Müllkippe künstlich geschaffen. Nun beginnt der Anlauf zum geographischen Höhepunkt der Strecke.

Die Steigung ( 1:100 ) stellt wegen ihrer Länge von etwa 1300 Metern tatsächlich gewisse Anforderungen an die eingesetzten Triebfahrzeuge. Schließlich wird der Bahnhof Blankenfelde erreicht. Das heute privat genutzte Bahnhofsgebäude liegt in Fahrtrichtung rechts. Bis zur Einstellung des Personenverkehrs auf der Stammstrecke der Heidekrautbahn am 23.05.1983 endeten hier die Züge aus Basdorf.

Die Fahrt führt uns nun über den Scheitelpunkt der Steigung durch ein langgezogenes Naturschutzgebiet. Wir passieren dabei die einzige Straßenbrücke, die die Heidekrautbahn überspannt. Dies Brücke ist wohl die einzige, die in Deutschland mit einem Tarnschema versehen worden ist!

Auf der Brücke über das Tegeler Fliess Mit dem Passieren der Fließtalbrücke verlassen wir Berlin-Pankow und gelangen in den Landkreis Oberhavel im Land Brandenburg. Das Tegeler Fließ entstand am Rande eines Urstromtales in der letzten Eiszeit.

Bald danach fahren wir an den ersten Häusern der Ortschaft Schildow vorbei. Zwei hintereinander liegende Straßenübergänge lassen unsere Fahrt stocken. Alle Bahnübergange auf der Stammbahn sind unbeschrankt. Aufgrund des geringen Zugverkehres auf der Heidekrautbahn müssen die Züge vor Bahnübergängen halten, Sicherungsposten sperren dann die Straße und nach kurzem Signalton geht die Fahrt weiter.

Bf. Schildow Wir erreichen nun den Bahnhof Schildow, der das wohl reizvollste Bahnhofsgebäude auf unserer Strecke besitzt. Es befindet sich in Fahrtrichtung auf der rechten Seite. Hier erfolgt unser erster Betriebshalt.

Bei der Weiterfahrt kreuzen wir die Schönfließer Straße, fahren an Kleingärten vorbei und erreichen nach Querung der Mühlenbecker Straße den ehemaligen Haltepunkt Schildow-Mönchmühle.

ehem. Hp Schildow- Mönchmühle Seine Bahnsteigkante läßt sich heute nur erahnen. Das ehemalige Bahnhofsgebäude, das sich in seinem Stil von allen anderen Bahnhofsgebäuden auf dieser Teilstrecke der Heidekrautbahn unterscheidet, beherbergt heute das Restaurant Kastanienhof.

Am Ortsausgang rechts liegt das Freibad Kiessee, unmittelbar hiernach unterquert unser Zug den Berliner Außenring. Rechts oben auf dem Bahndamm ist der S-Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle zu erkennen. Hinter dem Bahndamm erkennen wir auf der rechten Seite die alten Fabrikationsanlagen der Fa. Colonil, bekannt für ihre Schuhkrem.

Bf. Mühlenbeck Schon erreichen wir die Gemeinde Mühlenbeck. Das Bahnhofsgebäude steht in Fahrtrichtung links. Wir sehen heute ein Ensemble aus renoviertem Empfangsgebäude und langsam verfallendem Güterschuppen. In dem Empfangsgebäude konnte sich eine Gaststätte erfolgreich etablieren.

Hinter Mühlenbeck führt unsere Strecke durch Felder und Wiesen bis wir nach einer langgestreckten Rechstkurve die Autobahn A 10, Nördlicher Berliner Ring unterqueren. Unser Blick fällt auf der rechten Seite auf den Windpark zwischen den Orten Schönerlinde und Schönwalde. Mit Erreichen eines Waldgebietes verlassen wir jetzt den Landkreis Oberhavel und befinden uns im Landkreis Barnim.

Bf. Schönwalde Langsam nähert sich unser Zug dem Bahnhof Schönwalde. Das Bahnhofsgebäude steht in Fahrtrichtung links. Heute befindet sich dort die Gaststätte " Zur Heidekrautbahn ".

Nach wenigen hundert Metern Fahrt und einer ausgestreckten Linkskurve erreichen wir die Betriebsstelle Abzweig Schönwalde ( Asw ). Seit 1901 führt diese Strecke nach Basdorf und teilt sich dort in die nach Groß Schönebeck und Liebenwalde jeweils in nördlicher Richtung verlaufenden Streckenäste.

In ASW - Abzweig Schönwalde Die Abriegelung von West-Berlin machte es seinerzeit nötig, Basdorf über Berlin- Karow anzubinden, und es entstand diese Betriebsstelle. In der Regel muß hier mit unserem Museumszug die Vorbeifahrt der Regionalbahn von oder nach Berlin-Karow abgewartet werden. Erreicht die Regionalbahn den Bf. Basdorf, so kann der dortige Fahrdienstleiter mit Hilfe der Sicherungstechnik einen in einem Schaltkasten verwahrten Weichenschlüssel freigeben. Mit diesem Schlüssel werden die Einfahrt- und Schutzweiche entriegelt und gestellt. Unser Museumszug fährt auf die Strecke nach Basdorf, bis die Einfahrtweiche frei ist. Danach werden Einfahrts- und Schutzweiche wieder in die Ausgangsstellung gelegt und verriegelt. Mit Schliessen des Schlosses im Schaltkasten erhält der Fahrdienstleiter die Information, dass sich die Weichen wieder in der Ausgangsstellung befinden.

Blick vom Stellwerk auf den Bf. Basdorf Anschließend kann sich unser Zug weiter nach Basdorf in Bewegung setzen. In schneller Fahrt durchqueren wir das Waldgebiet Basdorfer Heide. Nach Passieren des Einfahrtssignals vom Bf. Basdorf erblicken wir auf der linken Seite auf dem Gelände des ehemaligen BW Basdorf die Betriebswerkstätten der BEF - Museumseisenbahn.

Im BW Basdorf wurden bis 1990 von der DR Lokomotiven und Wagen unterhalten. Bis in die 70 iger Jahre waren hier Dampfloks der Baureihen 64 und 91 stationiert. Ihnen folgten unter anderem Dieselloks der Baureihe 110 und Triebwagen der Baureihe 171. Die Wagenausbesserung erstreckte sich auf Güterwagen, hierbei sogar Kali-Behälterwagen.

Einfahrt BEF- Betriebsgelände Basdorf Mit Basdorf ist das Ziel der meisten Fahrten unseres Museumszuges auf der Heidekrautbahn erreicht. Nach einem Halt am Bahnsteig fährt der Zug in das Ausziehgleis, um von dort auf das Betriebsgelände der Berliner Eisenbahnfreunde mit dem Heidekrautbahnmuseum umzusetzen.

Stand: 05.08.2009 | © Berliner Eisenbahnfreunde e.V. | Sitemap | Top |

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