Aktuelles

Werkstatt-Report August 2026

In diesem Jahr hatte der erste Werkstatt-Report ziemlich viel Verspätung und auch der zweite erscheint in diesem Jahr mit großem zeitlichem Abstand. In den letzten Wochen und Monaten lag der Fokus auf den betriebswichtigen Instandhaltungsarbeiten an den Fahrzeugen und auch der Büro-Betrieb ließ die Veröffentlichung nach hinten rücken. Auch nimmt die Planung und Durchführung von Charterfahrten einen großen Teil der aufgewendeten Zeit der Mitglieder für den Verein ein. Ein Werkstatt-Report schreibt sich auch nicht von selbst.

Ende April fand die Zerlegung des übrig gebliebenen Rahmens des zweiachsigen Durchgangswagens der Holzbauart in der Ursprungsgattung Di-21, bezeichnet als 340-250, intern als Wagen 12, seinen Abschluß. Einige Teile wurden mit der "Initiative Sächsische Eisenbahngeschichte e.V.“ (ISEG) aus Dresden getauscht. Über ein besonderes Tauschobjekt, welches dadurch zu uns gelangte, berichteten wir in einem gesonderten Beitrag.

    

    

Weiter beschäftigte uns die Teilnahme an den Feierlichkeiten anläßlich 125 Jahre Niederbarnimer Eisenbahn. Hierzu charterte die NEB unseren Musemszug für den Einsatz am 6. Juni zum Tag der offenen Tore und zu einer Rundfahrt am 13. Juni über die Ostbahn und durch das Oderbruch. Zum Einsatz kamen die 35 1097 der IG Traditionslok 58 3047 aus Glauchau und die V100 003 der Leipziger Dampf KulTour (LDK). Leider konnte die Bespannung des Sonderzuges am 13. Juni nur mit der V100 003 erfolgen, weil die 35 1097 schon anderwärtig im Einsatz war. Für die Tage um die Festivitäten mußte die 65 1057 den angestammten Platz im Dampflokschuppen räumen um eine Abstellung der Gastlokomotiven zu ermöglichen.

    

    

In der letzten Juni-Woche konnten die Arbeiten am Kessel der 65 1057 durch die Eisenbahnwerkstätten Krefeld (EWK) fortgesetzt werden. Inzwischen sind alle Gewinde der Domflansche von Dampf- und Speisedom instandgesetzt und fast alle neuen Stiftschrauben eingesetzt worden. Die Öffnungen im Stehkessel sind für das Einsetzen der neuen Waschlukenfutter weiter vorbereitet worden. Zusätzlich wurden weitere abgezehrte Waschlukenfutter aus dem Stehkessel und aus dem Schlammsammler am Langkessel herausgebrannt. Gegenwärtig finden Reinigungsarbeiten im Kessel, sowie erforderliche Vorarbeiten für die Fortführung der Arbeiten durch die EWK statt. Im Bereich des Führerhauses wurden die Vorbereitungen zum Ausbau der Bremszylinder getroffen. Dazu mußte auch die sog. Bremswelle, die die Bremszylinder mit dem Bremsgestänge verbindet, ausgebaut werden. Über mehrere Wochenenden zogen sich die Arbeiten hin, bis endlich der erste Bremszylinder ausgebaut werden konnte. Sehr zeitaufwändig war das Ausbohren der alten Befestigungsschrauben. Es bestand keine andere Möglichkeit, die Befestigungsmuttern zu lösen, ohne daß das Gußgehäuse des Bremszylinders Schaden nahm.

    

    

    

    

Der Wagen 36 847 Münster, intern als Wagen 6 geführt, machte uns in unregelmäßigen Abständen immer wieder Probleme mit Brems- und Lösestörungen. Das Ergebnis waren Flachstellen an den Radsätzen, die kostenaufwendig auf Unterflurdrehbänken (URD) beseitigt werden mussten. Außerdem verringerten sich damit auch die Laufkreisdurchmesser der Räder, was unnötig vorzeitigen Verschleiß darstellte. Es gab jedoch keine Regelmäßigkeit in diesen Erscheinungen; so daß es auch äußerst schwer war, eine verlässliche Ursache festzustellen und beseitigen zu können. In einem Betriebsjahr tauchten diese Mängel auf, im darauffolgenden Jahr war der Wagen hingegen unauffällig. Auch über diese sehr umfangreiche Arbeit, die zu einer Vollaufarbeitung des Bremsaggregates führte, berichteten wir in einem gesonderten Beitrag.

    

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